Impressionen vom Hansaviertel


Das „Hansaviertel“ ist die Bezeichnung für einen Ortsteil im Bezirk Mitte. Er existiert als solcher seit 2001. Das Areal deckt sich weitgehend mit dem des alten Hansa-Viertels von 1874, als das Gebiet mit Villen und anspruchsvollen Wohnhäusern bebaut wurde.



Erhalten hatte das Viertel seinen Namen nach dem im 12. Jahrhundert gegründeten Städtebund der Hansa oder Hanse.

1861 wurde das Hansaviertel gemeinsam mit Moabit nach Berlin eingemeindet. Während des Zweiten Weltkrieges ist das alte Hansaviertel durch Bombenangriffe, insbesondere im November 1943, fast total zerstört worden. Der Wiederaufbau erfolgte zwischen 1955 und 1960, in neuer Gestalt. Unter Leitung des Architekten Otto Bartning ist ein Bebauungsplan ausgearbeitet worden, der 48 Objekte umfasste. Diese stehen heute unter Denkmalschutz.
















Die historischen Fotos wurden vom  Bürgerverein Hansaviertel e.V.
zur Verfügung gestellt.




An der Bauausführung beteiligten sich 48 Architekten aus 13 Ländern (unter anderem so namhafte Vertreter moderner Architektur wie Alvar Aalto, Eugène Beaudouin, Luciano Baldessari, Werner Düttmann, Egon Eiermann, Walter Gropius, Bruno Grimmek, Oscar Niemeyer und Max Taut).







Der Ortsteil Hansaviertel ist der flächenmäßig kleinste unter den 95 Ortsteilen Berlins, zugleich aber einer der am dichtesten besiedelten. Hier wohnen 5692 (2011) Einwohner, davon 1670 nichtdeutscher Herkunft, prozentual sind das etwa 28 %.



Da der Markt unmittelbar vor und auf dem Gelände der St. Ansgar Kirche stattfindet, hier noch einige Erklärungen zur Kirche:



Die katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius im Herzen Berlins ist eine sehr junge Gemeinde, denn streng genommen wurde sie erst am 1. November 2003 gegründet. Trotzdem ist sie eine Gemeinde mit Geschichte und Tradition. Genauer gesagt mit zweifacher Geschichte und zweifacher Tradition: nämlich der der ehemaligen St. Ansgar-Gemeinde in Berlin-Tiergarten, entstanden 1926, und jener der ursprünglichen St. Laurentius-Gemeinde in Berlin-Tiergarten, gegründet 1910.












Aufnahme etwa um 1957



Da die ursprüngliche St. Laurentius-Gemeinde die ältere von beiden ist, trägt auch die neue Pfarrgemeinde den Namen dieses frühchristlichen Diakons und Märtyrers. Pfarrkirche ist allerdings die 1957 erbaute St. Ansgar-Kirche im Hansaviertel. Sie ist architekturgeschichtlich bedeutsam und verkehrstechnisch sehr zentral am Hansaplatz gelegen.

Die Kirche St. Laurentius in der Bandelstraße wurde ab dem 1. Januar 2007 an "Christ Embassy", eine evangelikale Gemeinschaft, vermietet.



 

Altonaer Straße /
Ecke Klopstockstraße

U9, U-Bhf. Hansaplatz (Bus 106)